Ausflug der Männer-/Fitnessriege
von Jürg Hegelbach
Das Motto des diesjährigen Ausflugs der Männer- und Fitnessriege des STV Kriessern könnte durchaus "Unter Tag" in der Bergmannsprache heissen, oder Aufenthalt unter der Erde.
Zeitig ging die Reise am Samstagmorgen, 16. August los. Der Reisecar musste nicht lange fahren, denn das Ziel war der Stausee Gigerwald hinter Vättis gelegen. Im Restaurant Gigerwald stärkte man sich noch mit Kaffee und Gipfeli, bevor die Reisegruppe unter kundiger Führung das Innere der Staumauer besichtigte. Seit 1976 produzieren die Kraftewerke Sarganserland KSL jährlich rund 460 Mio. Kilowattstunden Strom. Die KSL sind ein wichtiger Stromproduzent und Arbeitgeber. Das Wasser stammt aus dem Calfeisental und dem benachbarten Weisstannental, wird im Stausee Gigerwald gesammelt und in den Zentralen Mapragg bei Vadura und Sarelli bei Bad Ragaz turbiniert. Diese und viele weitere interessante Details teilten die beiden Führer der KSL den Turnern mit.
Nach der coolen Führung im wahrsten Sinne des Wortes ging die Reise weiter nach Vättis, wo die Reisegruppe das Mittagessen einnahm. Anschliessend ging es weiter zur Festung Furggels, welche zwischen Vättis und St .Margrethenberg liegt. Verborgen im Fels oberhalb von Bad Ragaz liegt eine der am besten erhaltenen Festungsanlagen der schweizerischen Landesverteidigung zwischen 1940 und 1995. In dieser Zeit war sie streng geheim. Insgesamt sind über 11 km Stollenanlagen gebaut. Die Turner erhielten Einblick in originale Schutzräume, Kommandozentralen, Artilleriestellungen sowie Energie- und Lüftungsanlagen – vieles davon noch im Zustand der aktiven Zeit erhalten und im Fels verborgen. Wer wusste denn schon, dass diese Anlage im 2. Weltkrieg neben der Gotthard-Festung und St. Maurice die wichtigste Rolle in einem allfälligen Abwehrkampf übernommen hätte. Nach eindrücklichen 1,5 Stunden im Berg betraten die Turner wieder das Tageslicht.
Nachdem der stärkste Durst im Buurabeizli gelöscht wurde, fuhr der Car die Reisenden weiter nach Jenins, wo im Restaurant zur Bündte ein schmackhafter Vesper eingenommen wurde. Nach diesem Zwischenstopp wurden auch noch die letzten Kilometer ins heimatliche Dorf zurückgelegt, wo die Turner mit vielen Eindrücken am Abend wieder ankamen.